Im Jahr 2008 stand ich kurz vor einem Burnout. Rückblickend war es ein deutlicher Weckruf. Mein Körper und mein Geist zeigten mir unmissverständlich, dass ich meine eigenen Grenzen schon viel zu lange übergangen hatte.
Jahrelang funktionierte ich und schwelgte im Gefühl, alles im Griff zu haben. Ich konnte mir schwer eingestehen, dass ich überfordert war und es fühlte sich anfangs wie ein persönliches Scheitern an. In dieser Zeit meldeten sich auch alte Selbstzweifel zurück. Zweifel, von denen ich dachte, sie längst hinter mir gelassen zu haben.
Zum Glück hatte ich mich damals bereits mit der Macht unseres Unterbewusstseins beschäftigt. So wurde mir rasch klar, wie sehr mich meine tief verankerten Glaubenssätze und inneren Antreiber prägten. Ich wusste: Wirkliche Veränderung beginnt nicht im Aussen, sondern in mir selbst. Ich verstand, dass ich nur neue Energie und Lebensfreude finden kann, wenn ich meine Denkmuster und mein Verhalten hinterfrage und verändere. Ein besonderer Antrieb war zudem mein damals dreijähriger Sohn. Ich wollte für ihn eine präsente, ausgeglichene Mutter sein und nicht dauerhaft erschöpft und überfordert.
Diese Erfahrung hat mich tief geprägt. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, mich selbst ernst und wichtig zu nehmen, auf die eigenen Grenzen zu achten und die feinen Anzeichen des Körpers wahrzunehmen.